Corona-Bart: Steigender Barttrend in Zeiten der Corona-Quarantäne

Der Corona Bart – wieso auch glattrasierte Männer nun den Bart für sich entdecken.

Einige Hersteller von Produkten rund um den Bart haben durch den deutschlandweiten Lockdown profitieren können.

Viele Männer haben sich in dieser Phase wohl einen Corona Bart wachsen lassen bzw. einen neuen Bartstyle zu gelegt.

Motorrad Fahrer mit Vollbart und Maske über dem Gesicht.


Ob dieser neue Look wohl bei den meisten bestehen bleiben wird oder ob es nur ein kurzzeitiger Zeitvertreib war mit seinem Aussehen etwas zu experimentieren? Dies bleibt noch abzuwarten.

Niemand konnte zu Beginn der Pandemie vorhersehen wie lange diese gehen wird. Durch die temporäre Schließung der Friseur- und Barbershops haben sich wohl viele gedacht, na dann lasse ich den Bart doch mal wachsen.

Da nun viele Männer ohnehin nur noch zum Einkaufen raus gingen und sonst der Arbeit vor dem heimischen Laptop nachgingen würden ja auch nicht viele den neuen Corona-Bart sehen. Sollte dieser doch nicht gut aussehen wäre es also halb so schlimm.

Manche versuchen sich an dem klassischen, gerade hippen Vollbart. Andere einen Spitzbart oder sogar den 70er Jahre Schnurrbart.

Die Motivation da hinter wenn nicht jetzt mal ausprobieren ob mir ein Bart steht oder nie. Es gab wohl selten einen besseren Zeitpunkt an dem wenn die Welt gefühlt stillsteht.

Der Großteil der neuen Corona Bartträger sind wohl Männer im Alter zwischen 20-45 Jahren. Oft verheiratet oder in langen Beziehungen.
Dies zieht sich durch alle gesellschaftlichen Schichten sein es der klassische Angestellt oder auch der Manager.

Aber gerade in der höheren Gehaltsebene trauen sich wohl auffällig viele an den Bart ran, dies könnte vielleicht daran liegen, dass einfach kein persönlicher Kundenkontakt stattgefunden hat.

Beispiel bei einem Außendienstmitarbeiter, der zu Coronazeiten keine Kunden mehr besucht.

Da einen ja jetzt nur noch im besten Fall die Frau und Familie sieht, aber nicht der Kunde oder die Kollegen ist der Mut zum Bart wohl einfach zu erklären.

Auch wenn viele Meetings nun in der virtuellen Realität via Handy- oder Laptop Kamera stattgefunden haben, hat dies wohl eine nicht so abschreckende Wirkung wie die in der wirklichen B2B Welt.

Ob es daran liegt, dass die wenigsten hochauflösendes Bild übertragen und das Internet teilweise immer noch so schlecht in Deutschland ist. So das man vor der Reaktion seines Gegenüber auf den Corona Bart weniger Angst haben muss … Dies lasse ich mal da hingestellt.

Viele wollten vielleicht schon lange einen Bart haben, aber aus Scham der Übergangsphase mit einem lückenhaften und lächerlich aussehenden Bart auf die Straße zu gehen, wurde dann doch lieber darauf verzichtet. Schließlich will man sich ja nicht fühlen wie ein Landstreicher.

In den USA ging eine Infografik des Centers for Disease Control and Prevention aus dem Jahre 2017 durch die sozialen Medien.
Diese zeigte das fast jede Bart Form, angeblich eine Gefahr sei, sobald man eine Mund-Nasen Maske tragen würde.

Die Empfehlung war: Glatt rasieren.

Allerdings stellte sich raus, dass diese Information völlig aus dem Kontext gerissen war. Gemeint waren nur Männer die in ihrem Job eine Atemschutzmaske tragen müssen. Und die Rasur der Gesichtsbehaarung nicht außerhalb des Arbeitsplatzes erfolgen sollte.

Bei vielen kam dieses Update natürlich nicht an und sie rasierten sich weiterhin, in der Hoffnung das dies zu einer noch besseren Hygiene beiträgt.

Andere hingegen fühlten sich in ihrem Wunsch nach einem Bart bestätigt und ließen diesen einfach wachsen.

Verschiedene Barttypen Grafik der Centers for Disease Control and Prevention


Die Suchanfragen in Google zu männlichen Pflegeprodukten wie Bartöl, Bartwichse, Bartwuchsmittel und auch Barttrimmer und Rasierern stieg in dieser Zeit zunehmend an.

Einige Onlineshops berichten das auch, dass Kaufverhalten der bereits bestehenden Bartwuchs-Kunden sich in dieser Zeit verändert hat.
Wer z.B. früher nur 1-2 Fläschchen Bartshampoo kaufte hat plötzlich die doppelte Menge gekauft.

Ob dies nun daran liegt, dass der schon aktive Bartträger sich für ein weiteres Wachsen des Bartes wie z.B. einem Vollbart entschlossen hat. Oder aber es was mit den aktuellen Hamsterkäufen zu tun hat bleibt wohl Spekulation.

Aber wird dieser Corona Bart Trend auch weiterhin bestehen, wenn alles wieder seinen normalen Gang geht und man wieder ohne Maske und 1,5 m Abstand bewegen darf?

Wir werden es erleben. Der ein oder andere fühlt sich vielleicht recht wohl mit seinem neuen Bart und hat diesen auch schon liebgewonnen.

Der andere merkt vielleicht das er keinen sonderlich dichten Bartwuchs hat oder der Bart ihm einfach nicht steht. Dann werden wohl wieder
einige Corona Bärte verschwinden.


Allerdings wird vielleicht bei vielen die neue Pflegeroutine bleiben und man nutzt weiterhin Bartstyling Produkte oder eben mal eine Gesichtscreme, da man seiner Haut etwas Gutes tun möchte.

Der Drang, dass auch Männer in der heutigen Zeit besser aussehen wollen und sich gut fühlen möchten, wird sicherlich bestehen.

Und bis zu einem gewissen Grad kann dies auch sicherlich für den Mann nur von Vorteil sein.

Und ein gepflegtes Äußeres ist ja auch gleichzusetzen mit entsprechender Hygiene und dies ist ja gerade in diesen Zeiten etwas sehr Sinnvolles.

In diesem Sinne ein Hoch auf die Coronabartträger und die ehemaligen!